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Thema: Wie schreibe ich ein Gedicht?

  1. #1

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    Wie schreibe ich ein Gedicht?

    Wie schreibe ich ein Gedicht?



    Als erstes brauchst du einen Gedanken, etwa so:


    Man, die Wurst ist schon wieder teuerer geworden!


    Dann mußt du ihn öfter denken, den Gedanken, etwa so:


    Man, die Wurst ist schon wieder teuerer geworden!
    Boah, ist die Wurst teuer geworden!
    Also wenn die Wurst noch teuerer wird, kauf ich Käse!


    Als nächstes brauchst du Emotionen, etwa so:


    Diese sch.... teure Wurst! arrrrggghh....ich könnt mich aufregen, über diese sch.... teure Wurst!


    Wenn du soweit gekommen bist, bist du auf dem besten Weg zu deinem Gedicht...bravo!

    Nun solltest du reflektieren, etwa so:


    Was hab ich wohl für ein Gesicht gezogen, als ich sah wie teuer diese blöde Wurst ist?


    Als nächster Schritt kommt das Visualisieren, hol dein "Wurstgesicht" vor dein inneres Auge,
    schau es dir genau an......fühlst du es? Fühlst du das Lachen das dir die Kehle hochsteigt?


    Herzlichen Glückwunsch, dein Gedicht wurde soeben geboren:

    "Fräulein Müller guten Tag,
    sie haben das was ich heut mag,
    ihre Wurst die lacht mich an,
    ob ich da was haben kann?"

    "Die da vorne bitte sehr,
    100g, vielleicht etwas mehr."
    "Vielen Dank, nun darf ich fragen,
    wieviel hab ich denn zu zahlen?"

    "Ich werd verrückt, ich geh am Stock,
    wieviel sagen sie? Oh Schock!"
    "Gute Frau, wie kann das sein?
    Ich will doch nicht ein ganzes Schwein!"

    "Ja ja, der Euro, wenn sie´s sagen!"
    Mir dreht sich eben um der Magen.
    "Behalten sie die Wurst mal eben,
    ich werd wohl heut von Käse leben!"
    ohne copyright


    Sollten euch auch mal unverhofft solch seltsame Gedanken kommen, seit ihr herzlichst eingeladen selbigen in diesem Thread freien Lauf zu lassen!
    Geändert von Kuriana (03.02.13 um 05:34 Uhr)
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  2. #2

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    cool kuri ^^
    oder, umgelegt auf den gedichte thread: du hast 5 wörter als vorgabe, und irgendwie kommt dir ein gedanke in den sinn wenn du sie kurz anstarrst.
    also beim folgenden gedicht warens zehn wörter, zeitgleiche dichtung verdichtete die vorgaben...
    regen freude lachen kälte hagel blumenstock fenster kühlschrank wüste museum

    das ist doch prädestiniert für eine situation wie aus einem alten humorvollen film.
    statt kühlschrank gehstock und zylinder, vielleicht usw.
    stummfilmzeiten...

    schabernack...
    es gab doch diesen alten humor-gott, der eher bösartig war. schabernack und zwietracht...
    schadenfreudel...
    unsympathisch, gibts auch als menschen.
    und eulenspiegel..
    najo, von dem hat man wenigstens was lernen können...

    es war einmal der schabernack.

    darauf reimt sich..
    pfuh..
    tag eventuell, unschöner reim.
    es reimt sich auch anderes aber das wollen wir nicht in gedichten...

    wie isn die stimmung draussen grad?
    ich beschreib erstmal diesen schabernack wie ich ihn mir vorstell, der rest wird schon kommen..




    eines tages, im herbstregen bei wein,
    spazierte der schabernack durch schein und sein.
    vor freude zu lachen, das war nicht seins,
    aus bosheit und schaden und manchmal auch tränen erscheints.
    kalt war es, düster und regen und schnee,
    doch kein schaden, keine freude, kein lächeln tut weh.
    der schabernack fröstelte, kälte kroch in sein herz,
    es müsste was geben mit schauer und schmerz.
    in wüsten da dörrt es, der schmerz weckt sein lachen,
    doch hier in der stadt, da braucht es verrat und solche sachen.

    weiter geht er, der schabernack,
    denkt an erinnerungen und alten lack.
    da, am museum vorbei er sich schlich,
    da kam ihm entgegen der betrunkene mit gicht.
    lächeln und bosheit nun glitzert in seinem aug,
    der schabernack flüstert magische worte
    voll macht und genie, von dieser sorte
    und schaden und freude wie elixiere er saugt.
    eine dame des hauses das fenster aufstösst,
    was kommt nun vermutlich, dass sie sich entblösst?
    mitnichten der schabernack gutes im sinne,
    im gegenteil niemand seinem schicksal entrinne.
    es hagelt nun messer, und gabeln und geschirr,
    der blumenstock traf schon, so ein gewirr.
    der betrunkene stöhnt leise, ächzend vor schmerz,
    die dame des hauses nun schreit und macht terz.
    zur seite sie geht nun, geschoben von wem,
    ohje, wie seltsam, was verfehlt nun den wehen?
    der kühlschrank kommt aus dem fenster raus,
    der schabernack lächelt und die geschichte ist aus.
    Geändert von canin (04.02.13 um 12:27 Uhr)
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  3. #3

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    Guten Morgen (g) canin,

    dein Schanbernack Gedicht hat mir schon immer gefallen

    Eigentlich haben wir ja schon genung Gedichtethreads aber alle mit Vorgaben.
    Nun dachte ich, machst mal einen ohne irgendwelche Vorgaben in dem jeder seine Gedichte schreiben kann wie er mag.
    Mein Eingangspost ist auch nicht all zu ernst gemeint ^^
    Ich freu mich auch über Gedichte die vielleicht nicht ganz perfekt sind oder sich nicht 100% reimen, Hauptsache ist man hat Spaß dabei.

    Hier kann rumgblödelt, gedichtet und sich unterhalten werden, je nach Laune.
    Jeder darf, jeder kann, jeder ist willkommen
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  4. #4

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    Wow, ihr zwei seid echt unglaublich!

    Hab immer ein richtiges Kopf Kino wenn ich eure Beiträge und Gedichte lese.
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    Jean Anoulih [/COLOR][/FONT][/CENTER]

  5. #5

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    Pass auf Rose (lol) :

    Der Teufel in Bikinihose,
    mopst die Kekse aus der Dose,
    doch oh Graus, die Kalorie,
    das Bikinihöschen ist nun hie!
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  6. #6

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    kopfkino is an.
    eindeutig.

    ich kam drauf, ich hab oben die emotion dabei vergessen. ich werds ergänzen...

    ich schussel bin doch ganz verweht,
    irgendwie heut gar nichts geht.
    der schnee der fällt, es schneit und graut,
    die schaufel wurde aber geklaut.

    die schaufel hab ich von meinem bruder geerbt,
    einen winter diente sie, damits auto wieder fährt.
    doch leider hab ich die fenster offen gelassen,
    die nachbarn, kein erbarmen, habens mitgehen lassen.

    wie soll ich nun in die arbeit kommen,
    mir fehlt der mut und stunden voll sonnen.
    aber wenigstens sicherlich solls glück es vergelten,
    klauen geerbter sachen bringt unglück und schelten!

    alles is seufz, ich les lieber reim,
    les leider meine fehler und fühl mich als schwein.
    na gut dann besser ichs lieber aus
    und schreib n gedichterl, über mein gefühl heut, voller graus.
    Geändert von canin (04.02.13 um 12:30 Uhr)
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  7. #7

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    Ist der Tag heut richtig fies,
    vom Gefühl her ganz schön mies,
    nichts will heut so richtig klappen,
    und du ziehst ne große Flappen,
    stell dir etwas Schönes vor,
    ein Elefant mit rosa Ohr.

    Mag es ein riesen Burger sein,
    eventuell ein Wuschelschwein.
    Ganz egal was es auch ist,
    ist es auch der größte Mist,
    bringt das Bild dich jetzt zu Lachen?
    Hey, da gibts noch dollere Sachen!


    für canin

    Was bei einem Gedicht für viele wichtig ist, ist die Lesbarkeit.
    Dazu gehört z.B. Groß-und Kleinschreibung (canin, hau mich nicht ^^).

    Beispiel das Gedicht aus dem Eingangspost:

    "fräulein müller guten tag,
    sie haben das was ich heut mag,
    ihre wurst die lacht mich an,
    ob ich da was haben kann?"

    "die da vorne bitte sehr,
    100g, vielleicht etwas mehr."
    "vielen dank, nun darf ich fragen,
    wieviel hab ich denn zu zahlen?"

    "ich werd verrückt, ich geh am stock,
    wieviel sagen sie? oh schock!"
    "gute frau, wie kann das sein?
    Ich will doch nicht ein ganzes schwein!"

    "ja ja, der euro, wenn sie´s sagen!"
    mir dreht sich eben um der magen.
    "behalten sie die wurst mal eben,
    ich werd wohl heut von käse leben!"


    Das Beispiel ist jetzt nicht ganz so gut, weil die Sätze recht kurz sind, aber bei längeren Texten fällt es dann schon arg ins Auge


    Zur Lesbarkeit gehören natürlich auch Satzeichen.
    Was ich immer mache, ich lese das Gedicht laut, dann hört man den "Klang" des Gedichtes. Hört es ich rund an? Holpert es irgendwo, stört mich irgendwas?
    Oft gehts mir auch so, das ich das Gefühl habe irgendwas passt nicht, ich weiss aber nicht was.
    In dem Fall, frag ich Freunde.
    Wenn man sich festgebissen hat findet man oftmals nicht, was einem stört. Liest es jemand anders fällt diesem dann meist sofort ins Auge, was man selbst verzweifelt gesucht, aber nicht gefunden hat.
    Geändert von Kuriana (04.02.13 um 15:17 Uhr)
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  8. #8

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    Zitat Zitat von Kuriana Beitrag anzeigen
    Was bei einem Gedicht für viele wichtig ist, ist die Lesbarkeit.
    Dazu gehört z.B. Groß-und Kleinschreibung (canin, hau mich nicht ^^).

    Beispiel das Gedicht aus dem Eingangspost:

    Zur Lesbarkeit gehören natürlich auch Satzeichen.
    Was ich immer mache, ich lese das Gedicht laut, dann hört man den "Klang" des Gedichtes. Hört es ich rund an? Holpert es irgendwo, stört mich irgendwas?
    Oft gehts mir auch so, das ich das Gefühl habe irgendwas passt nicht, ich weiss aber nicht was.
    In dem Fall, frag ich Freunde.
    Wenn man sich festgebissen hat findet man oftmals nicht, was einem stört. Liest es jemand anders fällt diesem dann meist sofort ins Auge, was man selbst verzweifelt gesucht, aber nicht gefunden hat.
    finde leider nicht immer ne lösung, dann schrieb ich manchmal plötzlich ganz was anderes stattdessen doer dazu.
    die fehlende gross und kleinshreibung sowie nur teiwleise interpunktion verwende ich nur zum kaschieren.
    oder als minimalanleitung, wie man es lesen muss damits nicht holpert.
    in meinem gedicht oben zb der reim lassen und gelassen liegt mir schwer im magen..
    und es holpert auch n bissl hier und da.
    aber das war nur n 5 minuten gedicht...
    somit..
    ne kuri, du hast recht. (pst, zum kaschieren verwenden!)
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  9. #9

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    Bei meinem Gedicht für canin -g- da holpert das Wörtchen "dollere", passt nach meinem Ohr nicht zum Rest. Am liebsten hätte ich da "dollre" geschrieben...aber das empfand ich dann als zu "dolle" Verunglimpfung des Wortes, was mir dann auch wieder nicht recht war

    Wenn ich Bauchweh mit Wörtern habe, wie du beschrieben hast mit lassen und gelassen, dann versuche ich den Satz umzustellen, das Wörtlein mit Bauchweh versuch ich dann in die Mitte des Satzes zu bauen oder einen Ersatz dafür zu finden. Die Schwierigkeit ist es dabei für mich, den Sinn des Satzes nicht zu verfälschen.

    doch leider hab ich die fenster offen gelassen,
    die nachbarn, kein erbarmen, habens mitgehen lassen.

    Ich vergaß das Fenster zu schliessen,
    die Nachbarn habens geklaut, die fiesen!

    offen gelassen hab ich das Fenster,
    die Nachbaren klauten, leise wie Gespenster!

    Irgendwie so....ist jetzt natürlich nicht mehr Caninstil...den krieg ich nämlich gar nicht hin
    Geändert von Kuriana (04.02.13 um 20:20 Uhr)
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  10. #10
    Ich weiss nicht wo,ich weiss nicht wie,
    doch hat sie mich,die Miragie.
    Was hatt`ich für ne Haupthaarpracht,
    mein Drache sie gefressen hat.
    Doch fällt es mir nun nicht mehr schwör,
    ich flieg zur Stadt,zu Mira-Frisör.
    Mein Beitrag euch erfreuen soll,
    drum hegt nicht all zu großen Groll.


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